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24.11.2025

Blackout-Übung „SILENCE 25“

Am 24. November 2025 stand das Feuerwehr- und Sicherheitszentrum (FSZ) in Tulln ganz im Zeichen eines Szenarios, das zunehmend an Relevanz gewinnt: ein flächendeckender Stromausfall. 

Unter dem Übungstitel „SILENCE 25“ kamen Einsatzorganisationen, Energieversorger und Fachabteilungen des Landes Niederösterreich zusammen, um zentrale Abläufe und Entscheidungsstrukturen für die ersten Stunden eines Blackouts zu trainieren. Die Übung war Teil einer bundesweiten Krisenvorbereitung, koordiniert durch das Bundesministerium fürInneres.

Die Übungsannahme orientierte sich eng an realen Herausforderungen: Drei bis fünf Stunden nach Eintritt eines österreichweiten Stromausfalls sollte ein erstes gemeinsames Lagebild erstellt und bewertet werden. Die Übungsleitung erfolgte durch das Innenministerium, alle Bundesländer und Bundesministerien waren eingebunden. Niederösterreich stellte einen rund 50 Personen umfassenden Fachstab, der die Bereiche Einsatz, Energie, Verkehr, Gesundheit und Bildung abdeckte. Diese interdisziplinäre Zusammensetzung ermöglichte es, Problemstellungen aus verschiedenen Blickwinkeln zu beleuchten.

Zentral war die Frage, wie Kommunikation, Versorgung und Betreuung in den ersten Stunden eines Blackouts funktionieren müssen. Besonderes Augenmerk lag auf der Unterstützung von Menschen in kritischen Situationen – etwa in Aufzügen, im Bahn- oder Flugverkehr oder in der mobilen Pflege. Auch Vertreterinnen und Vertreter aus Tschechien waren als Beobachter vor Ort. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner betonte, dass Niederösterreich auf verlässliche Partner zählen könne und die Zusammenarbeit im Ernstfall entscheidend sei.