Feuerwehr-Bewerb auf dem Wasser

Wasserdienstleistungsbewerbe

Um allen Feuerwehren Gelegenheit zu geben, ihren Ausbildungsstand unter Beweis zu stellen, wurde beschlossen, Landeswasserdienstleistungsbewerbe zu veranstalten.

Bewerbssport Zillenfahren

Wie auch die Leistungsbewerben an Land, haben die Wasserdienstleistungsbewerbe eine große Anhängerschar. Jährlich kommen hunderte Zillensportler zusammen, um sich im sportlichen Wettkampf auf dem Wasser zu messen. Der Bewerb findet jährlich abwechselnd an der Donau oder an einem anderen Fluss in Niederösterreich statt, um allen Bewerbern im ganzen Land gleiche Bedingungen für den Erwerb der Leistungsabzeichen in Bronze, Silber und Gold zu ermöglichen.

Traditionell beginnt der Bewerb mit dem Wasserdienstleistungsabzeichen in Gold. Zunächst müssen sich die Bewerber  beim Prüfungsteil „Knotenkunde“ und „Rettungsringwerfen“ beweisen. Sind diese beiden Herausforderungen bewältigt, steht Zillenfahren auf dem Programm. Dabei muss die  Holzzille einige hundert Meterstromaufwärts gestangelt werden. Nach der Wende und der simulierten Rettungeiner Person, heißt es „Rudern was das Zeug hält“. Kräftige Oberarme und reichlich Kondition aber auch Geschick im Umgang mit Holzzille sind hier sehr gefragt. 

Teambewerb

Nach dem WDLA in Gold stehen die Teambewerbe auf dem Programm. Im Zillen-Zweier ist neben Kondition und Geschick auch das Zusammenspiel der Bootsbesatzung ausschlaggebend. Eine Platzierung im Spitzenfeld hängt vorwiegend davon ab, ob Steuer- und Kranzlmann eine harmonische Symbiose miteinander eingehen.

Disziplinen Zillen-Zweiter:

  • Bronze und Silber ohne Alterspunkte
  • Bronze und Silber mit Alterspunkten

Zillen-Einer

Im Anschluss an die Teambewerbe sind die „Einzelkämpfer“ an der Reihe. In den Disziplinen„Zillen-Einer“ und „Meisterklasse“ - letztere ist sozusagen die „Formel 1“ auf dem Wasser – sind Muskelkraft und Präzision gefragt. Apropos „Meisterklasse“: möchte man hier um den Sieg mitfahren, muss man einen ersten, zweiten oder dritten Platz bei einem Landeswasserdienstleistungsbewerb vorweisen können. Besonders die Einzelbewerbe verlangen enorme Kondition und Kraft ab. Ein Bewerbsteilnehmer bringt es auf den Punkt:  „Wenn die Strömung besonders stark ist, hilft nur stangeln was das Zeug hält. Dennoch sollte man nicht sein ganzes Pulver verschießen, um beim Rudern stromabwärts keine wertvolle Zeit liegen zu lassen."

Disziplinen Zillen-Einer:

  • Zillen-Einer
  • Meisterklasse

Frauenpower auf dem Wasser

Dass das Zillenfahren nicht mehr zur reinen Männerdomäne zählt, beweisen die jährlich steigenden Anmeldezahlen der weiblichen Teilnehmer. Immer mehr Feuerwehrfrauen wagen den Schritt in die Holzzille und zeigen auf dem Wasser ihr Können. In einer eigenen Wertungsklasse werden von den Damen Zeiten gefahren, die viele männliche Bewerber vor Ehrfurcht erschaudern lassen.  Besonders wenn Präzision und Geschick gefragt sind, schlägt die Stunde der Damen. "Das Zillenfahren ist zu einer großen Leidenschaft geworden. Bereits Monate vor dem Bewerb stehe ich beinahe täglich in der Zille und bereite mich auf den Bewerb vor", erzählt eine motivierte Wassersportlerin. 

Landeswasserdienstleistungsbewerb 2017

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