EIN GEMEINSAMES NETZ ALLER BLAULICHTORGANISATIONEN

Digitalfunk

Gab es zu Beginn durchaus Skepsis und Bedenken zum Digitalfunk so wurden diese mittlerweile größtenteils ausgeräumt. Die Vorteile der neuen Kommunikation haben einen raschen Umstieg von den analogen auf die neuen digitalen Funkgeräte bewirkt. Heute gibt es kaum noch Kritik an der Entscheidung über die Teilnahme des NÖ Landesfeuerwehrverbandes an dem Projekt BOS Austria.

Funknetz für die Blaulichtorganisationen

Mit dem Zusammenschluss zwischen Bund und dem Land NÖ steht den Blaulichtorganisationen das Digitalfunknetz BOS Austria (Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben in Österreich) kostenlos zur Verfügung.

Durch den Aufbau einer wabenartigen Zellenstruktur ist man nicht mehr an einen Senderstandort gebunden, welche die Erreichbarkeit - gegenüber dem Analogfunk – um ein vielfaches steigert.

Mit dem Umstieg auf das neue Funknetz wuchsen die Anforderungen an die Funkwerkstätte mit folgenden Aufgaben:

  • Zentrale Gerätebeschaffung
  • ProgrammierungBetreuung und Wartung des zentralen Programmierservers
  • Reparatur bzw. Reparaturabwicklung
  • Problembehandlungen vor Ort

Programmierung und Konfiguration der Geräte

Bereits mit dem Probebetrieb der ersten Funkgeräte war es klar, dass es ohne entsprechende Neuerungen in der Funkwerkstätte nicht geht. Für die Programmierung und Konfiguration der Funkgeräte wurde ein Programmierzentrum errichtet. Vorerst vor Ort und jetzt über VPN Tunnelverbindungen nutzen auch die anderen BOS Organisationen von Niederösterreich diese Infrastruktur. Auch der Flughafen Wien und der Testbetrieb für die Feuerwehren anderer Bundesländer ist eingebunden. Der NÖ Landesfeuerwehrverband wurde nach intensiven Verhandlungen auch als erste Organisation für die eigenständige Geräteverschlüsselung zertifiziert. Mit den mobilen Einheiten wurde 2015 ein generelles Softwareupdate von 11.500 Feuerwehrfunkgeräten durchgeführt.

Eigenentwicklungen

Für die Anschaltung von zusätzlichen Mikrofonen als Zweitbedienung, zum Beispiel im Pumpenraum, wurden entsprechende Adapter und Verstärkerplatinen entwickelt die den Feuerwehren kostengünstige Lösungen ermöglichen.

Auf vielfachen Wunsch wurde auch eine Software entwickelt, mit der das Kontaktbuch der Funkgeräte komfortabel bearbeitet werden kann. Die Software wird angemeldeten Benutzern hier kostenlos zum Download zur Verfügung gestellt. Die benötigten Programmierkabel könne über unsere Funkwerkstätte bezogen werden.

Gerätebestellungen

Aktuell können die Gerätetypen MTM5400 als Mobilfunkgerät und als Fixstation sowie MTP3550 als Handfunkgerät angekauft werden. Die Gerätebeschaffung inkl. allem bei uns erhältlichem Zubehör erfolgt mit dem Digitalfunk_Bestellschein.

Ebenso findet man im Downloadbereich Beschreibungen der Funkgeräte, Anwendungs- und Einbauhinweise für die Fahrzeugfunkgeräte sowie für die Erweiterung der Sprechstellen.

Reinhard Lackner

Techniker Funkwerkstatt

+43 (2272) 9005 - 17371
reinhard.lackner@feuerwehr.gv.at

Downloads und Unterlagen für Feuerwehrenmitglieder

Weitere Informationen zu dem Thema

Allfällige Fragen, Wünsche und Probleme?