27.02.2026
Hochwasserschutz in NÖ
Mit umfassenden Investitionen in den Hochwasserschutz und einem gezielten Ausbau von Prognosesystemen stärkt Niederösterreich auch die Schlagkraft seiner Feuerwehren.
Im Flussbauhof Plosdorf bei Böheimkirchen informierte LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf gemeinsam mit Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner und DI Martin Angelmaier, Leiter der Gruppe Wasser beim Amt der NÖ Landesregierung, über aktuelle und geplante Hochwasserschutzmaßnahmen in Niederösterreich. Das Hochwasser im September 2024 habe deutlich gezeigt, wie wichtig rechtzeitige Investitionen in Schutzbauten, Messtechnik und Einsatzorganisationen sind.
Neben zahlreichen baulichen Projekten – 16 abgeschlossene Maßnahmen im Jahr 2025, 31 in Umsetzung und 28 weitere Projekte mit einem Gesamtvolumen von 85 Millionen Euro im Start – wird gezielt auch die Schlagkraft der Feuerwehren gestärkt. Nach dem Hochwasser 2024 wurde gemeinsam mit dem Land Niederösterreich ein Investitionspaket von über fünf Millionen Euro für Pumpen und mobile Hochwasserschutzelemente geschnürt.
Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner betonte: „Nach dem Hochwasser 2024 wurden ein Investitionspaket von über fünf Millionen Euro gemeinsam mit dem Land Niederösterreich für Pumpen und Elemente geschnürt. Damit stärken wir gezielt die Schlagkraft unserer Feuerwehren – mit moderner Ausrüstung, leistungsfähigen Pumpensystemen und mobilen Schutzsystemen. Gleichzeitig setzen wir auf moderne Prognosesysteme, um unerwartet heftigen Niederschlag, Hagel, Sturm und andere Wetterkapriolen möglichst frühzeitig vorauszusagen. Denn wenn Extremwetterlagen zunehmen, müssen auch wir schneller, präziser und noch besser vorbereitet sein.“
DI Martin Angelmaier unterstrich die Bedeutung der Messtechnik: „Mehr Pegelstationen bedeuten gezieltere Prognosen, die durch neue Systeme, etwa für die Pielach, sowie die Überarbeitung und Erweiterung des Kamp, zusätzlich verbessert werden.“ Angesichts zunehmender Extremereignisse seien präzise Vorhersagen eine zentrale Grundlage für rasche und wirksame Einsätze. In den vergangenen Monaten wurden rund 40 zusätzliche Pegelstationen errichtet – insgesamt gibt es nun 930 Messstellen in Niederösterreich, viele davon mit Echtzeitdaten und Prognosefunktion. „Damit wird das Zusammenspiel aus Hochwasserschutzbauten, moderner Messtechnik und bestens ausgerüsteten Feuerwehren weiter gestärkt – für noch mehr Sicherheit in Niederösterreich“, so LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf abschließend.
Fotos: Matthias Fischer / NÖ LFKDO